Ultraschall wird routinemäßig in einer Vielzahl klinischer Anwendungen eingesetzt, hierzu zählen z. B. Geburtshilfe und Gynäkologie, Kardiologie, Urologie und die Krebserkennung. Auch in den Notaufnahmen werden zunehmend mehr Ultraschallverfahren verwendet, um schnell geeignete Bilder für Diagnosen zu erhalten. Der Hauptvorteil des Ultraschalls ist, dass Strukturen innerhalb des Körpers beobachtet werden können, ohne ionisierende Strahlung zu verwenden. Ultraschall kann auch viel schneller und einfacher eingesetzt werden als Röntgenstrahlen oder andere radiographische Techniken, die Bilder in der Realzeit bereitstellen. Es ist eine non-invasive Technik, die keine Nadeln oder Einspritzungen erfordert.


Ultraschallverfahren verwenden Hochfrequenztonwellen und ihre Echos, um Bilder innerhalb des menschlichen Körpers zu erhalten. Eine Signalspitze wird benutzt, um die Geräusch- Impulse zu erzeugen und sie in den Körper zu übertragen. Die Schallwellen pflanzen sich im Körper fort und werden stark an den Schnittstellen zwischen den unterschiedlichen Arten des Gewebes wie Fett und Muskel oder Muskel und Knochen reflektiert. An jeder Schnittstelle wird ein Bruchteil der Schallwelle reflektiert während der Rest weiter in das Gewebe eindringt. Dieser Prozess tritt an jeder Schnittstelle auf. Die reflektierten Schallwellen werden aufgezeichnet, um das Bild zu erstellen. Das aufgezeichnete Signal wird in Gewebestärke umgerechnet. Hierzu wird die Zeit festgehalten, die das Signal bis zur Schnittstelle benötigt und dann mit der bekannten Geschwindigkeit multipliziert, mit der sich der Schall durch verschiedene Gewebearten bewegt (Fettgewebe ca.1400 m/sec, Muskel ca. 1600 m/sec). In der typischen zweidimensionalen Ultraschallmessung werden Millionen solcher Impulse und Echos gesendet und empfangen, um das Bild zu berechnen.

 

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